Wie wird ein Gesetz in der EU verabschiedet? Wer bestimmt die Gesetze? Was ist die EU?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Kinder der Klassenstufen 3 und 4 in einem vierstündigen Projekt im Rahmen des Sachunterrichts zum Thema „Demokratie“. Drei ReferentInnen der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und zwei Lehrerinnen nahmen sich einen Vormittag lang Zeit, den Kindern dieses Thema näher zu bringen.
Mit einem großen Europa-Puzzle, durch Inputs im Sitzkreis und Diskussionen in Gruppenarbeit wurde mit den Kindern erarbeitet, was die EU ist und was die EU als politisches System macht. In einem Planspiel schlüpften die Kinder dann in die Rollen von Verkehrsministern und Verkehrsministerinnen der einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Sie erlebten, wie die LandesvertreterInnen die Meinung ihrer Länder in die Diskussion tragen und miteinander einen Entscheidungsprozess in Gang bringen können.
In diesem Planspiel ging es um die Frage, ob die Umweltverträglichkeit der Autos durch eine Obergrenze des Benzinverbrauchs weiter vorangetrieben werden soll.
„Ich dachte, die Politiker und Politikerinnen würden immer so lange miteinander sprechen, bis sie alle einer Meinung wären“, meinte eines der Kinder in der Abschlussrunde. Dass zum Schluss einfach abgestimmt wird und dann das Gesetz für alle gilt war für manche Kinder neu.
Dieser Vormittag ermöglichte den Kindern, erste Einblicke in das System der EU und die Vielschichtigkeit von politischen Entscheidungsprozessen zu erlangen. Sie hatten viel Spaß dabei, mit anderen zu verhandeln und als „echte“ PolitikerInnen aufzutreten.